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Der Abschlussjahrgang 2004


→ Leidensbericht der Abiturienten 2004
→ Das Märchen der 43 Zwerge
→ Einschätzung des diesjährigen 13. Jahrgangs 2003/04 (H. Heitmann)
→ Abizeitung 04

Leidensbericht der Abiturienten 2004

Ihr fragt euch sicher: wie ist das bloß, wenn man Abitur macht? Wie viel muss man da lernen? Sind die Abi-Klausuren schwieriger als die normalen Klausuren? Fühlt man sich von den Lehrern genügend vorbereitet? Was tut man, wenn man mit Prüfungsstress nicht umgehen kann? Oder wenn man Probleme mit Lehrern hat?

Nun, liebe zukünftige AbiturientInnen, dazu können wir eigentlich fast noch nichts sagen. Denn: Wir haben noch gar nicht unsere Ergebnisse. Es kann immmer noch gut sein, dass eines Tages ein blauer Brief im Briefkasten liegt, in dem euch in freundlichstem Amtsdeutsch erklärt wird, dass ihr euer Ziel leider nicht erreicht habt. Schade! Denn die vielen Monate des Lernens sind ein Abschnitt in der Schullaufbahn, den wir keinem ein zweites Mal wünschen, da ihr fast ohne Pause vor euren Unterrichtsaufzeichnungen hängt und feststellt, dass ihr vielleicht doch das ein oder andere mehr hättet mitschreiben sollen. Auch wenn ihr versucht, euch immer wieder durch „ich schaff das schon“, „andere haben es ja auch geschafft“ oder „kann ja nicht so viel schwieriger sein“ aufzubauen, werden euch der Lernstress, die fast noch aufgeregteren LehrerInnen oder die mangelnde Zeit für außerschulische Aktivitäten eure Motivation Stück für Stück nehmen.

Aber nun einmal im Ernst: wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, war das alles natürlich maßlos übertrieben. In Wirklichkeit ist die Vorbeitungszeit für das Abitur gar nicht so schlimm, wie es durch eine übertriebene Panikmache von anderen Schülern oder Lehrern manchmal vermittelt wird. Wenn ihr auch nur ein bisschen unsere folgenden Tipps beachtet, werdet ihr für die anstehenden Prüfungen gut vorbereitet sein und es bleibt euch das oben beschriebene Szenario bei Weitem erspart ;-).

  • Werdet euch wirklich frühzeitig (am besten um den Jahreswechsel herum) über den Umfang des zu lernenden Unterrichtsstoffes bewusst (ggf. Lern- bzw. Zeitplan erstellen), damit ihr einen guten Überblick über die Themen habt.
  • Je nach Fach teilt ihr euch den Lernstoff am besten in Einheiten bzw. Kategorien ein und arbeitet eine nach der anderen ab.
  • Lernt lieber öfter kleinere Einheiten als selten sehr große Themenblöcke.
  • Lasst euch von Mitschülern, Lehrern, Eltern oder Freunden nicht verrückt machen – ihr lernt in eurem eigenen Tempo!
  • Sorgt dafür, dass eure richtige Lernphase 1-2 Wochen vor den schriftlichen Prüfungen beendet ist, so dass ihr die restliche Zeit mit wiederholen verbringen und euch noch einmal einen Überblick verschaffen könnt.

Aber denkt daran: Lernen ist nicht alles! Gönnt euch auch mal eine Verschnaufpause, esst und trinkt ordentlich, verschafft euch einen regelmäßigen Ausgleich (Sport, Musik, Entspannung…) und freut euch auf die Zeit danach!

Katharina Hupe & Juliane Kerll    13. Jg. 4/2004



Das Märchen der 43 Zwerge

Es waren einmal 43 tapfere kleine Zwerge und Zwerginnen, die auszogen, um die Lehrer das Fürchten zu lehren. Hinter den sieben Bergen des malerischen und idyllischen Örtchens Bargteheide suchten sie sich ein Heim. Sie saßen auf ihren kleinen Stühlchen an ihren kleinen Tischen und baumelten, während sie über den Sinn des Lebens unterrichtet wurden, mit ihren kleinen Beinchen. Es kam schon ein paar Mal vor, dass ein kleiner Zwerg den Raum verlassen musste oder sich gar eine schriftliche Rüge einfing, aber im Großen und Ganzen gab es doch nie wirklichen Streit mit dem großen Zwerg.

Doch schon bald stießen sie mit ihren Knie an die Tische und so homogen wie früher war ihre Gruppe schon lange nicht mehr: es gab nun die Computerzwerge, Lästerzwerge, Elitezwerge, Lidlzwerge, autonome Zwerge, ruhige Zwerge, faule Zwerge, Zwerge, die nie da waren, Prollzwerge, Partyzwerge, Schleimerzwerge, Hippiezwerge, Zwerge von außerhalb und noch viele mehr.

Als eines Tages die Sonne hinter den sieben Bergen aufgegangen war, wurde ihnen klar, dass es Zeit war ihre Sachen zu packen und die gewohnte Umgebung zu verlassen, um in die weite Welt hinauszuziehen. Vorher mussten sie jedoch ihre größte Prüfung ablegen: Sie zeigten z.B. beim Zwergenweitwurf, kreativen Höhlengestalten und dem Verfassen von Zwergensagen, dass sie viel gelernt hatten.

Nun waren sie für die Welt der großen Zwerge bereit, wobei sich auch hier die Unterschiede zeigten: einige zogen aus in ferne Länder, andere blieben lieber bei Mutti an der heimischen Feuerstelle, wieder andere wollten ihren breiten Wissensfundus in die Praxis umsetzen. Leider wurde nur von einigen überliefert, wie sie ihr Schicksal meisterten. Aber in einem sind wir uns ganz sicher: wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Annika Scholz & Kristina Tavonius   13. Jg. 8.4.2004

→ Einschätzung des diesjährigen 13. Jahrgangs 2003/04 (H. Heitmann)
→ Leidensbericht der Abiturienten 2004
→ Das Märchen der 43 Zwerge
→ Abizeitung 04