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Gutachten über den Rehbrook - 26 -
10. Evaluation
(Vergleich Ist- und Soll-Zustand) und Empfehlung
Der Waldkomplex Rehbrook ist auf dem besten Wege ein ökologisch wertvoller, naturnaher Wald zu werden bzw. ist dies in Teilen schon.
Aus dem um 1800 künstlich angelegten und bis vor wenigen Jahren sicherlich auch intensiver genutzten Wald (Beweis z.B. Fichtenmonokultur) entsteht zunehmend ein naturnaher Wald, der sich dem beschriebenen Soll-Zustand schon in vielen Bereichen angenähert hat, auch wenn er seine Endsukzessionsstufe noch nicht immer erreicht hat. Diese Aussage gilt besonders für die Strukturierung der Bestände, weniger für die Artenzusammensetzung. Diese ist in weiten Teilen, besonders aber den Bereichen 3 und 2, bereits als mindestens zu 90%-100% naturnah einzustufen. Somit ist dieser Waldkomplex als wertvoll einzustufen.
Für eine begleitende wissenschaftliche Untersuchung scheint darüber hinaus besonders der Komplex um die Süderbeste (Bereich 1) interessant zu sein, weil sich dieser Bereich wohl am deutlichsten noch ändern wird (am weitesten vom Klimax entfernt).
Besonders positiv hervorzuheben sind zwei weitere Dinge: 1. Weist der Rehbrook durch das Bodenrelief sehr unterschiedliche Standortfaktoren auf, was die Vielfältigkeit begünstigt. Der Rehbrook ist kein langweiliger, eintöniger Wald und bietet deshalb schon heute den unterschiedlichsten Tieren Lebensraum. Ein so vielfältiges Gebiet kann nur als erhaltenswert betrachtet werden. 2. Sowohl die Süderbeste als auch die A21 sind „Wanderrouten“ für unterschiedlichste Arten. Im Verbundsystem der Biotope ist der Rehbrook also ein nicht wegzudenkendes Mosaiksteinchen.
Der Rehbrook ist durch seine ungünstige Lage nahe der Autobahn als Erholungsgebiet weniger geeignet und frequentiert. Gerade deshalb ist er aber auch für die Tierwelt noch interessanter und schützenswerter.
Die hochgewachsenen und schlagreifen Bäume sind auf der anderen Seite ökonomisch wertvoll. Dies lässt jedoch die Ausbeutung und Abholzung des Waldkomplexes bei Verkauf an Privatpersonen als sicher gelten.
Der Rehbrook sollte deshalb entweder unter staatlicher Leitung und der damit verbundenen Garantie für eine nachhaltige Nutzung bleiben oder aber zu einem Naturschutzgebiet erklärt werden.
11. Quellen: Herr Meyer und sein Unterricht
www.wikipedia.de
BLV-Tier- und Pflanzenführer, 2001
Schmeil, Pflanzenkunde; Quelle & Meyer Heidelberg
Volkshochschule Bargteheide 2006; Wissen und mehr
27.9.2006 (html-Umsetzung: H. Rahf)
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