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WIR in EUROPA
Schüleraustausch am Gymnasium Eckhorst
Wir pflegen Kontakte zu fünf europäischen Ländern:
FRANKREICH:
Collège Sainte Marie | in Déville-lès-Rouen in der Normandie | POLEN:
Gimnazjium Macieja Rataja | in Zmigrod in Niederschlesien | SPANIEN:
Oakley College (englische Privatschule) | in Las Palmasauf Gran Canaria | TSCHECHISCHE REPUBLIK:
Gymnazium Mikulase Kopernika | in Bilovec in Nordmähren | ITALIEN:
Liceo Quintiliano | in Siracusa auf Sizilien/td> | ESTLAND:
Paalalinna-Gymnasium | in Viljandi in Südestland |
In regelmäßigen Abständen finden übers Jahr verteilt Begegnungen zwischen den Schulen statt. Wir empfangen den Besuch einer ausländischen Schülergruppe (10-30 Teilnehmer, je nach Jahrgang), organisieren ein Besuchsprogramm (Schulbesuch und Ausflüge in die Umgebung) und betreuen die ausländischen Gäste in Familien unserer Schüler und Kollegen. Dabei helfen uns der Schulverein und bei Besuchen aus den Partnerstädten auch der Schulträger bzw. das Deutsch-Französische Jugendwerk.
Die Schülerinnen und Schüler, die einen Gast beherbergt haben, fahren in der Regel im selben Schuljahr zur Familie ihres Korrespondenten und erleben dort die Gastlichkeit, die sie selbst gewährt haben.
Wir wollen junge Europäer einander näher bringen und den Blick schärfen für die eigene und die fremde Befindlichkeit, um beizutragen zur Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen außerhalb des bekannten häuslichen und schulischen Rahmens.
Wir erhoffen uns den Abbau von Vorurteilen durch die persönliche Begegnung der Jugendlichen und wollen einen kleinen Beitrag leisten zur Entwicklung einer friedlicheren Welt.
gez. H. Steil –Ströhmann, Leiterin der Mittelstufe, 10.10.2008
Seit der Gründung der Schule vor zwanzig Jahren bemühen wir uns um Kontakte mit ausländischen Schulen. Am Anfang standen die Beziehungen zu den Partnergemeinden aus unserem Schuleinzugsbereich:
Bargteheide ist mit Deville-les-Rouen in der Normandie verschwistert, die Nachbargemeinde Ammersbek mit Montoir de Bretagne, gelegen in der südlichen Bretagne am Übergang zur Vendee. Die schon traditionell zu nennende deutsch-französische Freunschaft (40 Jahre 'traite franco-allemand' im Jahr 2003) hat vielen Schülergenerationen Begegnungen ermöglicht; z. Zt. ruht jedoch die Partnerschaft mit dem College in Montoir aufgrund der Erkrankung unserer Kollegin vor Ort.
Mit dem Fall der Mauer stellten sich uns neue Herausforderungen: Eine Anfrage des Kreises Stormarn brachte uns zusammen mit dem Gymnasium in Löcknitz (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Reihe von Wochenendbegegnungen im Rahmen des jährlich stattfindenden deutsch-polnischen Jugendwerkes führten zu Kontakt mit den neuen Bundesländern und den östlich angrenzenden Staaten, denn die Löcknitzer Schule war inzwischen zum deutsch-polnischen Gymnasium, dem ersten in der Bundesrepublik, geworden.
Über private Vermittlung unseres damaligen Orientierungsstufenleiters Herrn Grube ergab sich eine Verbindung mit dem Gymnasium in Bilovec/Nordmähren. Die Internatsschule fasst naturwissenschaftlich besonders begabte Jugendliche aus dem Ostteil der Tschechischen Republik zusammen und fördert sie in besonderer Weise im mathematischen Bereich.
Eine Konzertreise nach Estland, an der Herr Heer, ein Kollege unserer Schule, teilgenommen hatte, war Anlass zur Kontaktaufnahme mit dem Gymnasium in Viljandi/Südestland. Das dortige Gymnasium war bereit, Begegnungen - zunächst während der Ferien - zu organisieren Mittlerweile haben zum 4. Mal wechselseitige Besuche stattgefunden.
→ Austausch mit Estland
Auf Anregung der Gemeinde Bargteheide begannen wir im Herbst 2001 die Fühler nach Polen auszustrecken: Der Besuch dreier Kollegen in Zmigrod/Niederschlesien zog wenige Monate später den ersten Schüleraustausch nach sich. Inzwischen ist Zmigrod (Trachenberg) wie Deville Partnerstadt Bargteheides.
Die Kontaktaufhahme zu Empoli in der Toscana erfolgte auf unorthodoxem Weg: Via Internet suchte eine der Deutschlehrerinnen am dortigen Gymnasium im Winter 2000 eine deutsche Schule. Wir griffen zu und bereits im Frühjahr 2001 begrüßten wir eine italienische Gruppe in Bargteheide.
→ Austausch mit Italien
Die Begegnung junger Menschen aus verschiedenen Nationen lässt Gemeinsamkeiten ebenso erkennen wie sie den Blick für Unterschiede schärft, die wahrgenommen werden, aber auch für einen gewissen Zeitraum ertragen werden müssen. Dabei entwickelt sich Toleranz gegenüber anderen Lebensauffassungen, Differenzierung in der Wahrnehmung wird geübt. Wechselseitiges Lernen zieht Offenheit nach sich und das gemeinsame Erleben fördert die Bereitschaft zur Relativierung der eigenen Normen und Werte. Wir wünschen uns, durch unsere Tätigkeit auch ein klein wenig zur Friedenssicherung beizutragen.
Hildegard Steil-Ströhmann, 2011
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