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Hartmut Heitmann
Herr Heitmann ist ein besonderer Lehrer, erfreulich oft stellt er Unterrichtsinhalte auch szenisch dar oder singt z. B. im Französischunterricht lauthals ein Chanson mit der Klasse. Auch der Deutsch- oder Philosophieunterricht trägt seine ganz persönliche, sehr intellektuelle Note.
Mareike Höckendorff & Robin Marwege (13. Jg. 2/2004)
InterviewWie lange sind Sie schon an dieser Schule?
Seit 2000.
Was verbinden Sie mit dieser Schule?
Die Schule hat eine hübsche Lage, mein erster Eindruck verband sich mit dem Bild „Schulprovinz“, an dem Goethe im „Wilhelm Meister“ seine pädagogischen Grundsätze verdeutlicht.
Auf ihnen baut übrigens dann die anthroposophische Schule Rudolf Steiners auf. Der Eindruck bezieht sich natürlich nur auf das Äußere: Die Schule, eingefriedet in Hecken, um die ich das erste Mal ganz herumgehen musste, eh ich den Eingang fand. Ich parkte allerdings auch nicht auf dem schuleigenen Parkplatz, sondern hatte mich am Schwimmbad orientiert.
Die Verhältnisse zwischen Schülern und Lehrern müssen sich entwickeln und sind auch entwicklungsfähig. Wo dies jedoch vielleicht nicht auf Anhieb geht, gebe ich die Hoffnung nicht auf.
Erzählen Sie eine lustige oder schöne Unterrichtsanekdote!
Ein konkretes Erlebnis kann ich nicht nennen. Natürlich gibt es viele kleine Dinge beim Vermitteln einer Sache, auch lustige, die sich aus dem Zusammenhang ergeben.
Warum sind Sie Lehrer geworden?
Diese Frage halte ich für nicht effektiv. Ebenso gut könnte man mich zum Beispiel fragen, warum ich geboren bin. Ich glaube, dass dies letztendlich eine Form von Schicksal ist: Ich bin Lehrer - und das ist meine Aufgabe.
Wie würden Sie sich selber beschreiben?
Da gibt es einen Unterschied, zwischen dem, was ich sein möchte, und wie ich auf andere wirke. In der Auseinandersetzung mit Schülern muss man flexibel sein. Ich denke, ich bin tolerant, etwa bei den Schwierigkeiten von Schülern.
Andererseits muss man auch gewisse Forderungen stellen. Man erlebt eine fortwährende Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den Schülern und mit der Umwelt. Dabei muss man seinen Weg finden, ohne zu verhärten.
Interview: Robert Heuer, Mareike Höckendorff (13. Jg. 2/2004)
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