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Populationsdynamik beim Schwarzwild - 17 -
4. Modellrechnung: Die Mortalität sinkt nur temporär (1 Jahr)
Nachdem wir das Ergebnis der dritten Modellrechnung gesehen hatten, wollten wir wissen, wie sich das Ergebnis ändert, wenn nach einem Jahr nicht ausreichender Bejagung wieder verstärkt bejagt wird, d.h. nur 20% der einjährigen Wildschweine und 40% der zweijährigen Wildschweine überleben. Die anderen Variablen bleiben gleich.
Entwicklung der Populationsdichte in den Folgejahren
| | Ausgangslage | 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr | 4. Jahr | 5. Jahr | 10. Jahr | | Dichte | 420 | 676 | 868 | 1004 | 1182 | 1382 | 3071 | | Abgänge* | ca.270 | 280 | 631 | 730 | 861 | 1016 | 2243 |
*Abgänge = alle gestorbenen Tiere (geschossen, Unfall und natürlicher Tod)

Unsere Rechnung verdeutlicht, dass schon ein Jahr mangelhafter Bejagung, d.h. mit verringerter Mortalität, ausreicht, um die Population irreparabel wachsen zu lassen. Auch wenn in unserem Beispiel nach dem 1. Jahr eine verstärkte Bejagung einsetzt, ist der Bestand nicht mehr am Wachsen zu hindern. Und wie die Strecken, die wir errechnet habe, damit die Population wenigstens nicht stärker wächst, erreicht werden sollen, bleibt uns ein Rätsel.
Fazit aus den Modellrechnungen
Wildschweine sind ungemein „reproduktionsfreudig“. Wächst eine Population (und jede ist bemüht zu wachsen), kann nur allerschärfste Regulation dieses Wachstum eindämmen. Die Populationen wachsen natürlich über die Jugendklasse. Fehler hinsichtlich der Mortalität/Regulation bei dieser Altersklasse sind kaum wieder gutzumachen. Nur wenn die Jugendklasse ausreichend (mindestens 80%) dezimiert wird, kann ein Ausbreiten der Wildschweine verhindert werden.
Tanja, Korinna, Diana, Rebecca, Katarina u.a.
Projektkurs 13. Jg., Juni 2004
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