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Verabschiedung des ehemaligen Schulleiters Biernoth


Die Feierlichkeiten zur Verabschiedung des Schulleiters, Herrn Biernoth, zogen sich über mehrere Tage hin. Am letzten Freitag im Januar präsentierten die → Klassen ihre Lieder, Gedichte, Sketche, sie sie weitgehend selbstständig einstudiert hatten. Am Dienstag Nachmittag gab es dann die offizielle Feierstunde. Von den dort gehaltenen Reden sei hier beispielhaft die → Rede von Herrn Leichsenring abgedruckt.

Einige Momente können unten im → Bild betrachtet werden.

Ra 7.2.2007


Abschiedsfeier der Schülerinnen und Schülern für Herrn Biernoth

Nach 23 erfolgreichen Jahren als Direktor des Eckhorst Gymnasiums ging Herr Biernoth nach dem ersten Halbjahr des Schuljahres 2006/2007 in seinen wohlverdienten Ruhestand. Da sein offizieller Abschied am 30.01.07 aber fast ohne Schülerinnen und Schüler geplant war, den Personen, denen er die ganzen Jahre über versucht hat eine schöne Schulzeit zu ermöglichen, wurde für den 26.01.07 eine Überraschungs-Abschiedsfeier von den Schülern/innen organisiert.

Gute 3 Stunden dauerte das Programm, das von den Klassen fast allein erarbeitet wurde. Von selbst geschriebenen Gedichten und umgedichteten Liedern, über eine nachgestellte Schulstunde von Herrn Biernoth, bis zu einem bewegenden Abschiedvideo, war alles dabei. Nach vielen bewegenden und lustigen Beiträgen, gab es am Schluss noch minutenlange Standing Ovation von den Schülerinnen und Schülern.

Abschließend bleibt jetzt nur noch mal zu sagen: Wir wünschen ihnen noch viele wunderschöne Momente & hoffen sie vergessen uns nicht.

S. Kreutz , Klasse 10 a , 24.2.2007


Hier folgen 28 Bilder von der offiziellen Verabschiedung am 30.1.07 sowie von der durch die Schüler organisierten Verabschiedung am 26.1.07.
Fotos: Herr Schewe, Philipp Becker (11a), Ra.

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Sehr geehrte Damen und Herren !
Verehrte Kollegiumsmitglieder !
Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler !

Ein großer Kreis hat sich heute hier versammelt, um unseren langjährigen Schulleiter, Herrn Werner Biernoth zu verabschieden.

Alle Gäste namentlich zu nennen, würde den Rahmen sprengen, so dass ich mich auf einige wenige beschränken werde.

Ein besonders herzliches Willkommen gilt den Familienangehörigen unseres Schulleiters. Insbesondere begrüße ich Frau Biernoth und möchte auch gleich das Wort direkt an sie richten.

Liebe Ruth, in einem solchen Moment gilt Dir ein besonderer Dank. Wie oft mußtest Du in den vergangenen Jahren auf Deinen Mann verzichten, weil die „Schule rief“. Mit einem Schulleiter verheiratet zu sein, bedeutet auch, mit „seiner Schule einen langjährigen Bund einzugehen“ Dieser Blumenstrauß kann die nicht gemeinsam verbrachte Zeit sicherlich nicht kompensieren. Er kann und soll jedoch zeigen, dass wir den Teil zu würdigen wissen, den Du in all den Jahren zum Wohle der Schule mit eingebracht hast. Nochmals herzlichen Dank.

Ich begrüße herzlich in unserem Kreis als Vertreterin des Ministeriums für Bildung und Frauen, unsere Dezernentin, Frau Obieray.

Seitens des Schulträgers, dem Kreis Stormarn, begrüße ich herzlich die Kreispräsidentin, Frau Zeuke, den Leiter der Abteilung Jugend, Schule und Kultur, Herrn Hegermann, sowie weitere Vertreter der Kreisverwaltung.

Gleiches gilt für die Stadt Bargteheide, die hier repräsentiert wird durch ihren Bürgervorsteher, Herrn Kummereinke sowie ihren Bürgermeister, Herrn Mitsch. Herzlich willkommen.

Das Amt Bargteheide-Land ist vertreten durch den Amtsvorsteher, Herrn Drenkhahn. Auch Ihnen ein herzliches Willkommen. Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.

Mein Willkommensgruß gilt des weiteren den Mitgliedern des Direktorenarbeitskreises Südost mit dessen Vorsitzendem Herrn Pankow, ebenso wie den Schulleiterinnen und Schulleitern der benachbarten und umliegenden Schulen.

Ich begrüße außerdem recht herzlich die zahlreich erschienenen Mitglieder des Kollegiums, des Schulelternbeirates mit seiner Vorsitzenden Frau Finnern, sowie zahlreiche Mitglieder der Schülervertretung nebst Klassensprecherinnen und Klassensprechern.

Viele ehemalige Wegbegleiter aus dem Kollegium, der Elternschaft sowie Schülerinnen und Schüler haben heute den Weg „zurück in unsere Schule“ gefunden, um an dieser Feier teilzunehmen.
Auch Ihnen allen ein Herzliches Willkommen.

Lieber Werner !

Ca. 22 Jahre warst Du unserer Schulleiter. Als Du seinerzeit, nämlich am 1. April 1985 die Schulleiterstelle hier übernahmst, waren wir eine Schule, die den Unterrichtsbetrieb erst im Schuljahr 1983/84 aufgenommen hatte, also noch im Aufbau begriffen war. Das amtliche Kürzel „i.E.“. was soviel bedeutet wie „im Entstehen“ verloren wir erst mit dem ersten Abiturjahrgang im Jahre 1990.

Bedeutet der Aufbau einer Schule einerseits erheblich mehr Belastung für alle daran Beteiligten, insbesondere für den Schulleiter, so birgt er andererseits aber die Möglichkeit der eigenen Gestaltung, da mehr oder minder eingefahrene Strukturen noch nicht vorhanden sein konnten. Du hast diese Chance genutzt und der Schule ihren Stempel aufgedrückt.

Der gute Ruf der Schule in Bargteheide und in den umliegenden Gemeinden trägt Deine Handschrift, die innerschulische Atmosphäre ist maßgeblich von Dir geprägt.

Es wäre kein Problem für jedes dieser 22 Jahre ein herausragendes Ereignis hier zu benennen. Nur, dann müßten wir wohl den Abend für diese Feierstunde noch hinzunehmen.

Zwei Eckpfeiler in der Entwicklung der „Schulgeschichte Gymnasium Eckhorst“ erscheinen mir jedoch so prägend, dass sie nicht unerwähnt bleiben dürfen.

Der eine Pfeiler sollte errichtet werden im Rahmen der Umgestaltung der „Bargteheider Schullandschaft“, am Ende der 80ger / zu Beginn der 90ger Jahre. Wäre dieser Pfeiler zu Ende gebaut worden, würde das Gymnasium Eckhorst heute nicht mehr existieren. Dank Deiner Weitsicht, Deiner Durchsetzungsfähigkeit und Deines Verhandlungsgeschicks ist der Plan, wie ursprünglich angedacht, glücklicherweise nicht Realität geworden.

Die Jahre der Existenzunsicherheit unserer Schule, des fortwährenden „In-Frage-gestellt-werdens“, verbunden mit der seinerzeitigen vollständigen Auslagerung eines ganzen Oberstufenjahrganges, ließen in Dir Kräfte wachsen, die unsere Existenz letztendlich gesichert haben. Erinnert sei an die vielen inner- und außerschulischen Strategiegespräche und den sich daraus ergebenden erfolgreichen Aktionen. Diejenigen unter uns, die mit unserer Schule bereits seit jenen Zeiten verbunden sind, werden sicherlich noch lebhaft den damaligen Demonstrationszug unter dem Motto „Eckhorst muß bleiben“ vor Augen haben.

Nun, Eckhorst ist geblieben ! Und das wir dieses heute voller Freude und auch Stolz sagen können, ist vornehmlich Dein Verdienst.
Herzlichen Dank dafür.

Der zweite Eckpfeiler, zum Glück derjenige, der Wirklichkeit geworden ist, präsentiert sich hier und heute.

Wir sind seit vielen Jahren eine allseits anerkannte Schule mit einem, wie oben bereits erwähnt, fest verankerten positiven Ruf in Stadt und Land. Die Entwicklung unserer Schülerzahlen hat letztendlich einen weiteren, nämlich den dritten Bauabschnitt notwendig gemacht. Dieses Werk ist nunmehr entstanden. Du, lieber Werner, hast es initiiert, in langjährigen Gesprächen und Verhandlungen schließlich auch durchgesetzt.

Diese – neben vielen anderen Aspekten insbesondere in der pädagogischen Arbeit – diese überaus erfolgreiche Bilanz Deines Wirkens für unsere Schule verpflichtet uns für die Zukunft in besonderer Weise. Du selbst kannst voller Zufriedenheit auf das von Dir Geleistete zurückblicken. Die von Dir gesteckten Ziele hast Du erreicht. Dein berufliches Lebenswerk ist erfolgreich abgerundet. Lehne Dich voller Genugtuung nunmehr zurück und sage Dir „Es ist vollbracht“.

Lieber Werner ! Wir schulden und sagen Dir großen Dank. Deshalb gilt der sicherlich gleich folgende Applaus auch nicht dem Redner hier oben, sondern ausschließlich Dir.

Nochmals: Herzlichen Dank !


gez. Leichsenring
30. Januar 2007