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Einführung des neuen Schulleiters
am 02. März 2007
|  Photos: Dirk Weiland, Christian Schewe | | 
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→ Rede des Schulleiters
Begrüßung durch den stv. Schulleiter, Herrn Leichsenring Sehr geehrte Gäste !
Verehrte Mitglieder des Lehrerkollegiums !
Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler !
Wie geht das allseits bekannte Sprichwort? Man sieht sich im Leben immer mindestens zweimal. Ich füge hinzu: Hin und wieder auch in kürzeren Abständen.
Nun, wenn ich den Blick in die Runde schweifen lasse, so zähle ich viele bekannte Gesichter.
Gestatten Sie mir deshalb bei der Begrüssung mit den Gästen zu beginnen, die uns zur Zeit noch nicht so vertraut sind.
Insofern gilt mein erster herzlicher Willkommensgruß den Familienangehörigen und Freunden unseres neuen Schulleiters, insbesondere Ihnen, sehr verehrte Frau Wendt. Sie werden in den nächsten Jahren mit unserer Schule in besonderem Maße verbunden sein. Als verbindendes Element gestatten Sie mir, Ihnen diesen Blumenstrauß überreichen zu dürfen. Wir würden uns freuen, Sie öfter in unserem Kreis hier begrüssen zu können.
In unserer Schule weder neu noch „nicht so vertraut“ ist unser nächster Ehrengast. Ich begrüsse sehr herzlich unseren ehemaligen Schulleiter, Herrn Werner Biernoth. Lieber Werner, was mag das wohl für ein Gefühl sein, nach einem Monat die langjährige „eigene“ Schule aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten zu dürfen. Ist es vielleicht ein wenig Wehmut? Überwiegt die Urlaubsstimmung? Oder ist es eventuell das Befreiungsgefühl, die Last der Verantwortung nicht mehr tragen zu müssen. Wie dem auch sei, geniesse das Positive und freue Dich über Deine ehemalige Wirkungsstätte.
Ebenfalls sehr herzlich begrüsse ich in unserem Kreis als Vertreterin des Ministeriums für Bildung und Frauen, unsere Dezernentin, Frau Obieray.
Seitens des Schulträgers, dem Kreis Stormarn, heiße ich herzlich den Leiter der Abteilung Jugend, Schule und Kultur, Herrn Hegermann willkommen, sowie weitere Vertreter der Kreisverwaltung.
Gleiches gilt für die Stadt Bargteheide, die hier repräsentiert wird durch ihren Bürgervorsteher, Herrn Kummereinke sowie ihren Bürgermeister, Herrn Mitsch. Herzlich willkommen.
Mein Willkommensgruß gilt des weiteren den Mitgliedern des Direktorenarbeitskreises Südost mit dessen Vorsitzendem Herrn Pankow, ebenso wie den Schulleiterinnen und Schulleitern der benachbarten und umliegenden Schulen.
Ich begrüße außerdem recht herzlich die zahlreich erschienenen Mitglieder des Kollegiums, des Schulelternbeirates mit seiner Vorsitzenden Frau Finnern, sowie zahlreiche Mitglieder der Schülervertretung nebst Klassensprecherinnen und Klassensprechern.
Sehr geehrter Herr Wendt, lieber Christian !
Was können wir Dir als Schulleiter mit auf den Weg geben?
Wie man eine Schule leitet, braucht Dir niemand mehr zu erklären. Diese Funktion hast Du im In- und Ausland lange und erfolgreich ausgeübt. Die damit verbundene Arbeitsbelastung sowie den damit auch verbundenen „Minimierungsfaktor des Privatlebens“ kennst Du aus Deiner langjährigen derartigen Tätigkeit nur zu gut. Und wer könnte es wagen, Dir gegenüber mit Deiner Berufserfahrung noch Anmerkungen pädagogischer Art zu machen?
Was bleibt also? Es könnte sich ja eine „Nähkästchenplauderei“ aus dem Innenleben unserer, und nunmehr auch Deiner Schule anbieten.
Einiges konntest Du in den vergangenen Wochen schon selbst feststellen; vieles wirst Du sicherlich bereits erahnen; darüber hinaus existieren Formen, Strukturen, Gepflogenheiten aber auch Hoffnungen und Wünsche, die sich Dir auf Grund Deiner relativ kurzen Tätigkeit hier im Hause noch nicht offenbaren konnten.
Vielleicht helfen die folgenden Gedankengänge einer raschen Eingewöhnung:
Geprägt von einem sehr angenehmen Ambiente, achtet unsere Schuldame „Eckhorst“ stets auf gepflegtes Äußeres. Nicht zuletzt Dank Deines Vorgängers ist ihr dieses gepflegte Äußere in den vergangenen 23 Jahren auch sehr gut erhalten geblieben. Wie wir alle wissen, beeinflusst der erste – meist äußere – Eindruck in 90% aller Fälle Pro-/Kontra-Entscheidungen. Ich kann Dir versichern, dass wir auf diesem Gebiet reiche „Pro-Ernte“ eingefahren haben.
Zum Ambiente gehört gleichermaßen das „Seelenleben unserer Eckhorstdame“. Wir vertrugen und vertragen uns in unserem „Eichennest“, so in etwa die Übersetzung unseres Schulnamens, sehr gut. Alle an dieser Schule beteiligten Gruppen sind in ihrer Zusammenarbeit von einem tiefen Grundvertrauen geprägt.
Mit dem Ministerium und unserem Schulträger pflegen wir sehr positive Kontakte und fühlen uns dort gut aufgehoben.
Bezüglich unseres Elternbeirates unter ihrer Vorsitzenden Frau Finnern kann man eigentlich nur von einem „Glückfall“ sprechen. Die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kollegium und Schulleitung ist nicht nur ausgezeichnet, sie bietet auch gegenseitige, motivierende Impulse. So war es auch in der Regel seit Anbeginn des Bestehens unserer Schule. Weder Eltern- noch Lehrerschaft mussten in der Vergangenheit ausdrücklich zur „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ motiviert werden, egal von wem. Diejenigen unter uns, die diese Schule schon länger, wenn nicht sogar von den Tagen ihres Entstehens her kennen – und dazu gehöre ich auch – werden mir diesen Umstand sicherlich bestätigen.
Gleiches gilt für die Zusammenarbeit zwischen Schülerschaft und Kollegium, bzw. Eltern und Schülern.
Lass mich hierfür ein vielleicht banales, aus meiner Sicht aber letztendlich doch für sich selbst sprechendes Beispiel anführen: Nämlich die stetige, nicht immer und überall selbstverständliche, bei uns aber meist paritätische Besetzung von Gremien, Ausschüssen und Arbeitsgruppen. In unserem System kocht keine Teilgruppe ihr separates Süppchen. In gegenseitigem Meinungsaustausch mit dem Ziel gemeinsamer, möglichst von vielen mitgetragener Beschlussfassung, handeln wir gemeinsam zum Wohle der Schule. Diese vertrauensgestützte Grundstimmung spiegelt sich wider nicht zuletzt ebenfalls in der Besetzung des Vorstandes des höchsten schulischen Beschlussorgans, der Schulkonferenz. Von Anbeginn an wechselte der Vorsitz dieses Gremiums nach einer jeden Legislaturperiode zwischen einem Vertreter des Kollegiums und der Elternschaft. Der dreiköpfige Schulkonferenzvorstand ist stets paritätisch besetzt. Dabei ist die Schülerschaft jeweils mit einem stellvertretenden Vorsitzenden eingebunden.
Gestatte mir noch ein Wort über das Kollegium sowie dessen Personalvertretung:
Seit Beginn der Unterrichtstätigkeit hier im Eckhorst, also seit dem Schuljahr 1983/84, kann ich mich an keinen Personalrat erinnern, der nicht in kooperativer, dem Gesamtwohl der Schule verpflichteter Art und Weise seine Funktion als Mittler zwischen Kollegium und Schulleitung ausgefüllt hat. Im Geiste der gemeinsamen Gesamtverantwortung für unsere Schule haben wir stets für alle Seiten tragfähige Kompromisse gefunden, selbst, wenn es hin und wieder doch einmal „gemenschelt“ hat.
Nun, wie kann man das Kollegium beschreiben? Ein Versuch, ohne Anspruch auf absolute Treffsicherheit und Vollständigkeit ist es schon wert:
Neues andenken bzw. aufgreifen, nicht alles aber vieles, innovative Impulse geben, diese, wo sinnvoll weiterentwickeln, ausbauen und gestalten; das Bewährte bewahren, Innovation um der Innovation willen, naja! Intensive kollegiale Zusammenarbeit als Markenzeichen, sowohl im kommunikativen, eher unverbindlichen Gespräch, stärker noch im Rahmen verbindlicher Absprachen. Engagiert und zuverlässig im unterrichtlichen wie im außerunterrichtlichen Bereich.
So in etwa könnte es bei aller Vorsicht zutreffen.
Unterricht präsentiert sich unabdingbar als Mittel- und Schwerpunkt schulischen Lebens.
Jedoch: Schule ist mehr als Unterricht. Was in hohem Maße zählt, sind die den Schülerinnen und Schülern zugute kommenden außerunterrichtlichen Aktivitäten. Der hohe Stellenwert dieser Schulfacette ist allein aus der Tatsache ersichtlich, dass mit der monatlichen Unterrichtsausfallstatistik auch die Anzahl der auf diesem außerunterrichtlichen Feld erbrachten Stunden an das Ministerium zu melden sind.
Wie engagiert und motiviert unser Kollegium auch auf diesem Feld arbeitet, mögen folgende Beispiele belegen:
Wer einmal die Anzahl unserer Arbeitgemeinschaften im laufenden Schuljahr und die damit verbundenen, von unseren Kollegiumsmitgliedern eingebrachten „Arbeitsstunden“ betrachtet, wird schnell feststellen, dass wöchentlich lediglich die kleinere Hälfte durch die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte abgedeckt ist, der größere Anteil hingegen als freiwillige Leistung des Kollegiums eingebracht wird (insg. 23) In dieser Berechnung sind noch nicht die vielfältigen, nicht AG-gebundenen außerunterrichtlichen Aktivitäten enthalten.
So summierte sich das Engagement unserer Lehrkräfte im Schuljahr 2005/2006 bezogen auf die zusätzlich, freiwillig eingebrachten außerunterrichtlichen Arbeits- und Betreuungszeiten auf immerhin gut 3.600 Schülerwochenstunden (gleichzusetzen mit ca. 2.700 Zeitstunden)
Im laufenden Schuljahr mit Stichtag Ende Januar 2007, also Schulhalbjahresende sind es bereits wiederum ca. 2.500 SWS (= ca. 1.900 Zeitstunden)
Dieser tour d’horizon würde sicherlich ein Torso bleiben, wenn nicht auch von den bereits angesprochenen Hoffnungen und Wünschen ein wenig die Rede wäre.
Unser Kollegium zeichnet sich durch einen hohen Grad an Eigenständigkeit und Eigenverantwortung aus, was nicht zu verwechseln ist mit dem Motto: Jeder kann machen kann, was er will. Im Gegenteil, Führung wird immer dann positiv mitgetragen, wenn das Ziel klar definiert, dessen Sinnhaftigkeit transparent und einsehbar, die Entscheidung selbst aber auch der Weg dorthin nachvollziehbar sind.
Sie, liebe Frau Obieray haben uns seinerzeit in einem anderen aber doch ähnlichen Zusammenhang die Richtschnur mit auf den Weg gegeben: So viel Transparenz und Eigenentscheidung wie möglich. Dieser Ratschlag reflektiert sicherlich unsere Hoffnungen und Wünsche bei unserer schulischen Arbeit.
Wir haben in der Vergangenheit immer dann die besten Ergebnisse erzielt, wenn die Eigenverantwortung der Kollegiumsmitglieder zum Tragen kam. Das Prinzip der langen Leine steht nicht automatisch versus notwendige Kontrollmechanismen; unabdingbare Führungsvorgaben nicht gegen das Ausgestalten eigener Entscheidungsspielräume; verlässliches Einbeziehen von Lehrkräften, besonders auch von Klassenleitungen in Entscheidungsprozesse oder Konferenzgestaltung schmälert nicht unabweisbare übergeordnete Führungs- und Funktionsverantwortung.
Wünsche und Hoffnungen werden im Verlauf dieser Feierstunde sicherlich noch einige zur Sprache kommen. Vielleicht kann man dann die Position einnehmen, dass es sich nicht um Redundanzen handelt, sondern eher deren Werthaftigkeit verdeutlicht.
Lieber Christian! Wir wünschen Dir für die gemeinsamen Jahre mit uns eine stets von gegenseitigem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit, eine glückliche Hand auch bei schwierigen Entscheidungen, die Kraft, dort, wo es sich lohnt, selbst bei Gegenwind standhaft zu bleiben, über all dem die Freude an der Arbeit nicht zu verlieren, aber auch die Grenze ziehen zu können, wo Schule einfach einmal beiseite zu stehen hat. Nach den ersten Erfahrungen haben wir schon gespürt, dass die skizzierten Hoffnungen und Wünsche wohl auch Deinem Führungsstil entsprechen. Beschreiten wir weiterhin in diesem Sinne den gemeinsamen Weg. Wolf Leichsenring 
Rede des Schulleiters, Herrn Wendt
Sehr geehrte Frau Obieray, sehr geehrter Herr Mitsch, sehr geehrter Herr Kummereinke, liebe Eltern und Schüler,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Vorgänger im Amt, Herr Biernoth,
verehrte Gäste!
Unser Vater sprach manchmal von der so genannten „Duplizität der Ereignisse“ – ein Schritt, der vielen von Ihnen sicher auch vertraut ist – und so empfinde auch ich am heutigen Tage:
Nach meiner Amtseinführung im August 1986 an einem Stormarner Gymnasium nun heute ein zweites Mal die Urkunde des Bildungsministeriums mit dem offiziellen Auftrag der Leitung des Eckhorst Gymnasiums hier in Bargteheide zu erhalten.
Es ist eine besondere Anerkennung für mich, die Leitung des Eckhorst-Gymnasiums übernehmen zu dürfen und ich danke für das Vertrauen, das die Abteilung des Bildungsministeriums in Kiel und die hiesige Vertretung der Schule in mich gesetzt haben und werde mein Bestes tun, um den erfolgreichen Bestand und die Weiterentwicklung des Eckhorst-Gymnasiums in den verschiedenen Schwerpunkten zu fördern.
Nach den ersten Wochen des zweiten Schulhalbjahres und dem positiven Beginn der gemeinsamen Arbeit möchte ich noch einmal die für mich wesentlichen Punkte hervorheben:
- Es gelten die Schulziele eines Schleswig-Holsteinischen Gymnasiums, wie sie auch schulbezogen in der Zusammenfassung unseres Schulprogramms genannt sind.
- Vorgegebenes Ziel ist hierbei ein angemessen qualifizierter Abschluss für möglichst alle Schülerinnen und Schüler.
Die Einrichtung Schule muss sich an die geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen, wenn sie ihre Schülerinnen und Schüler sachgerecht auf die Zukunft vorbereiten will:
- Hierzu gehören auch sinnvolle Veränderungen, wenn sie auf bewährten Standards aufbauen,
- hierzu gehört auch die Öffnung gegenüber Wirtschaft und Industrie, Kultur und Politik, soweit dadurch die Ausbildungschancen der Schülerinnen und Schüler erhöht werden,
- Verantwortungsbewusstes Handeln heißt an dieser Stelle, die Schule auf die real existierenden Bedingungen hin auszurichten. Hierzu gehören eine solide, breite Allgemeinbildung, wie auch die Ausbildung von Schlüsselqualifikationen, die ein zusätzliches Fortbildungsengagement erfordern.
In den ersten Tagen und Wochen meiner Tätigkeit am Eckhorst habe ich bereits gute Rahmenbedingungen, die Voraussetzungen für diese Zielsetzung sind, feststellen können.
Natürlich weiß ich, dass diese nur gemeinsam mit allen beteiligten Gruppierungen der Schule und mit derer aktiven Mitwirkung zu erreichen sind. Ein gutes Beispiel dafür sind der Informationsabend für die Anmeldung in den 5. Klassen und der Tag der Offenen Tür.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und möchte mich persönlich für die offene und freundliche Aufnahme im Januar an der Schule und am Ort, für Ihr Entgegenkommen und Ihre Unterstützung in den ersten Wochen sowie für diesen heutigen freundlichen Empfang und Ihren Besuch herzlich bedanken:
Frau Obieray für ihre Worte über die Balance zwischen Bewahrung und Innovation,
Herrn Leichsenring für seine „Plauderei aus dem Nähkästchen“,
Herrn Dr. Ilmberger für die Aufnahme in den „Bargteheider Geheimbund„“,
Herrn Pankow vom Arbeitskreis Südost,
Herrn Hegermann und Herrn Mitsch für die Unterstützung beim Übergang der Schulträgerschaft
Frau Finnern/ Frau March-Lange/ Lennart Holst
Herrn Biernoth für die Schlüsselübergabe
Frau Schröder
meiner Frau
der musikalischen Leitung, Herrn Risse, Herrn Wende und Frau Richter
und den Schülern.
Auf ein gutes Miteinander in den nächsten Jahren!
Christian Wendt
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