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Klimaschutz-Tipps aus dem Projektkurs (2007)

Schritt Eins: Die wichtigsten Fragen

WER SIND WIR?
und
WAS MACHEN WIR?

Wir sind der „Projektkurs Umwelt“ des 13. Jahrgangs, ein paar nette Leutchen – 17 an der Zahl.

Umwelt - klingt irgendwie ökomäßig, so nach Birkenstocksandalen und Wanderstock, nicht wahr? Ist es aber nicht! Unser Ziel ist es unsere Umwelt zu schützen und am besten ist es, wenn nicht nur einer sich engagiert, sondern gleich ein paar mehr. Den Anfang machen wir, klären auf und versuchen zu verdeutlichen, was getan werden kann und muss um Energie einzusparen und damit den Kohlenstoffausstoß zu verringern.
DANACH seid ihr an der Reihe!!!



50 : 50 - heiß begehrt und kaum bekannt

1. Was ist das denn nun schon wieder????

Das Programm 50:50 ist in erster Linie ein Umweltprojekt. Ziel dieses Programms ist die sinnvolle Einsparung von Energie, nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Zukunftsüberlegungen. Es ist nämlich leider eine Tatsache, dass wir viel zu viel Energie verschwenden und als Folge haben wir dann bald die Kosten zu tragen: Klimaerwärmung und Unwetterkatastrophen. Sicherlich ist euch das auch nicht unbekannt, aber interessiert euch das überhaupt? Wer ehrlich ist, der sagt erstmal „Nein“. - Dabei sollte es euch interessieren.

2. Wen betrifft es? - oder: Müssen wir Interesse zeigen??

Es ist ja so, dass dieses Projekt für die Schulen zugeschnitten wurde. Demnach interessiert es nur die Schulen, sollte man meinen! Aber wer macht denn die Schule aus? Die Lehrer? Die Leute aus dem Ministerium? – NEIN!! In erster Linie sind das die Schüler, also WIR! Wir sind zahlenmäßig allen anderen weit überlegen, deswegen muss es auch an uns liegen Veränderungen in der Schule durchzusetzen und auch durchzuhalten.
Außerdem: Was ist denn schon dabei? Es kann doch nicht so schwer sein, als dass wir damit nicht fertig würden und schließlich sind wir auf einem Gymnasium und sollten uns doch alle frühzeitig zur „Verantwortungsbereitschaft“ erziehen. Warum also nicht mit kleinen Aufgaben anfangen und dabei noch „Geld verdienen“?

3. Buschfeuer oder Dauerbrenner????

Jaja, ich weiß. Alle Jubeljahre und jeden neuen Tag treffen sich lauter Erwachsene und sagen: „Hier läuft was schief! Das müssen wir ändern.“ Und kaum ein oder zwei Wochen später haben wir es dann auszubaden –ein neues „tolles“ Programm!

Das Problem mit dieser Art Projekten ist ja immer dasselbe. Kaum einer weiß Bescheid, noch weniger interessieren sich dafür und von denen weiß auch wieder nur ein Bruchteil, was wirklich gemeint ist. Und genau deshalb sind die meisten Projekte nur Buschfeuer, denn was unbekannt ist, verschwindet auch schnell in der Versenkung. Deshalb ist es wichtig, dass dieses Projekt vorgestellt wird, damit möglichst viele darüber aufgeklärt werden und sich dafür auch interessieren können. Denn nur dann ist eine Veränderung möglich, nur dann wird es ein „Dauerbrenner“, wenn jeder weiß wovon die Rede ist und was dabei auf dem Spiel steht.

4. Sinnvoll nur in der Schule??

Natürlich ist das Projekt nicht nur sinnvoll in der Schule. Auch zu Hause solltet ihr nicht unnötig Energie verbrauchen, das ist ganz klar. Die Fenster zu schließen sollte überall verständlich sein und zu warme Räume sind im Winter auch alles andere als gesundheitsfördernd. Zwar ist das Projekt 50:50 nur in der Schule im Einsatz, aber das sollte keinen daran hindern auch zu Hause dieses Prinzip weiter zu verfolgen.

5. Wieso, weshalb, warum???? –Wer nicht fragt bleibt dumm???

Das "Wieso?" ist ja mittlerweile lang und breit erläutert worden und das "Weshalb?" solltet ihr inzwischen auch mitbekommen haben. Eigentlich ist die größte Frage "Wie?".

Nun ja, die Kreisverwaltung Stormarn hat sich genau darüber Gedanken gemacht und möchte nun, dass IHR (wir) aktiv mithelft. Das Prinzip dabei ist sehr einfach: Das Geld, das die Schule (durch uns) mit Energiesparen einspart, das bekommt die Schule anteilig zur Verfügung gestellt um beispielsweise neue Bücher oder neue Sportgeräte zu kaufen. Und auch wenn jetzt der ein oder andere sagt, dass ihn das nicht interessieren würde, dann sollte sich derjenige mal überlegen, ob er lieber jedes Schulbuch selber kaufen möchte, ob er sich das wirklich leisten kann. Und selbst wenn man die Bücher vielleicht selber kaufen könnte, von dieser Erde kommt so schnell keiner von uns runter und wenigstens um sie zu schützen sollte doch jeder mal nachdenken und „umweltbewusst handeln“.



Wie spart man Energie? – Das ist hier die Frage!


Aller guten Dinge sind drei: Fenster – Heizung – Licht


Fenster:

  • „Mehr als ein Drittel aller Wärmeverluste eines Hauses gehen auf das Konto thermisch nicht ausreichend gedämmter Fenster.“ (Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller)

  • Je nach Fenstergröße kann die Wärmedämmverglasung bis zu 20 Prozent der Heizkosten sparen.

  • Doppelt verglaste Fenster sind Stand der Technik und isolieren deutlich mehr als einfache Glasscheiben. Noch besser geht es mit einem Vakuum im Zwischenraum

  • → Fenstertechnik: Vakuum hält Wärme fest
  • Selbst durch ein modernes, doppelt verglastes Fenster entweicht dreimal soviel Wärme wie durch eine gut isolierte Wand.

  • Energiesparfenster müssen zwei wichtige Eigenschaften erfüllen:

    • Sie sollen so wenig Wärme wie möglich hinaus lassen und

    • sie sollen luftdicht schließen.

  • Moderne beschichtete Isolierglas-Fenster bestehen üblicherweise aus zwei Glasscheiben, von denen eine mit einer dünnen Edelmetallschicht versehen ist. Diese hält die Wärme im Raum. Die Zwischenräume zwischen den Glasscheiben sind nicht etwa luftleer, sondern mit einem Edelgas wie Argon oder Krypton gefüllt. Das verbessert die Wärmedämmung noch einmal.

  • → Das älteste Patent für Isolierglas datiert aus dem Jahr 1865!


Allein gut abgedichtete Fenster reichen nicht aus:

  • Wenn die Heizung läuft – bleibt das Fenster zu!

  • Muss einmal gelüftet werden – kurzes Stoßlüften!


Heizung:
  • Den größten Anteil beim Energieverbrauch im Haushalt hat das Heizen bzw. Kühlen der Wohnräume.

  • Bei der Modernisierung von Gebäuden können durch Wärmeschutzmaßnahmen, Nutzung von Sonnenenergie und effizienterer Heizungstechnik bis zu 90% der ursprünglich benötigten Heizenergie eingespart werden.

  • Moderne Heizungsanlagen sparen bis zu 40 Prozent Energie!

    • Mit einer Energie sparenden Heizungsanlage lassen sich die meisten Kosten einsparen, weshalb Heizkessel mit einem Alter von zehn Jahren und darüber baldmöglichst ausgetauscht werden sollten.

    • Moderne Heizungsanlagen verbrauchen rund 40 Prozent weniger Energie als alte Anlagen. Aus diesem Grund amortisieren sich die Anschaffungskosten für ein neues Gerät sehr schnell. Sehr empfehlenswert sind Erdgas-Brennwertgeräte. Sie arbeiten mit höchster Effizienz, denn sie nutzen auch die Wärme des Abgases.

  • Automatisch geführte Regelung

    • Lassen Sie die Heizung arbeiten: Heute können Heizungsanlagen mittels moderner Reglungstechnik bspw. aus dem Wohnzimmer auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Durch einen Temperaturfühler prüft die Heizung, ob die Raumtemperatur von der gewünschten Temperatur abweicht und reagiert entsprechend.

  • Sparen Sie mit automatischem Absenkbetrieb!

    • Senken Sie die Temperatur bei Nacht und Abwesenheit – am besten mit einer automatischen Zentralreglung, die die Außentemperatur berücksichtigt.

  • Jedes Grad Temperaturabsenkung spart Heizkosten!

    • Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 20° C betragen, in der Nacht mindestens 5° C weniger. Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten.

→ Da die Heizung den größten Teil des Energiebedarf eines Haushaltes einnimmt, sollte man gerade dort versuchen möglichst viel zu sparen!
  1. Im Sommer die Heizung ausstellen.

  2. Wenn gelüftet wird, bleibt die Heizung aus, da sonst unnötig viel Energie gleich wieder zum Fenster hinaus verschwindet.

  3. Heizung ausschalten in Räumen, die nicht genutzt werden.

  4. Im Winter nicht im T-Shirt herumlaufen!!!


Licht:
  • Glühlampen

    • Herkömmlicher Bauart bevorzugt dort einsetzen, wo sie wegen kurzer Einschaltzeiten sinnvoll sind. Sie sind zwar relativ preiswert in der Anschaffung, haben aber eine schlechte Lichtausbeute (mit nur ca. 5% des Energie-Einsatzes) und eine mittlere Lebensdauer von nur ca. 1000 Betriebsstunden.

  • Energie-Sparlampen

    • Lassen sich überall dort einsetzen, wo sich längere Einschaltzeiten ergeben. Sie haben eine 5- bis 6-fache Lichtausbeute bei 10-facher Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Glühlampen.

  • Leuchtstofflampen

    • Sind vor allem für Arbeitsbereiche mit längeren Einschaltzeiten geeignet. Ihre Lichtausbeute ist ca. 8 mal, ihre Lebensdauer ca. 10 mal höher als die herkömmlicher Glühlampen.

  • Die Lichtausbeute ist ein Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lichtquelle. Sie sagt aus, wie viel Lumen pro Watt sich aus einer Lampe gewinnen lassen. Je höher das Verhältnis Lumen/Watt (lm/W) ist, umso größer ist der Wirkungsgrad der Lichtquelle. Die Lichtausbeute von Leuchtstofflampen ist 8 mal, die von Energie-Sparlampen 6 mal größer als bei den normalen Glühlampen.

  • Energiesparlampen benötigen etwa ¼ der Energie einer Glühlampe

  • Durch die Nutzung des Tageslichts kann viel Energie für die Beleuchtung eingespart werden

  • Der Herstellungsaufwand und der Preis von Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) ist höher, was aber durch den besseren Wirkungsgrad ausgeglichen wird

Also,
→ Wenn genügend Helligkeit durch das Fenster hereinkommt, bleibt das Licht AUS!
→ Verlässt man einen beleuchteten Raum, wird das Licht AUSgeschaltet (vorausgesetzt es ist keiner mehr im Raum!)
→ Energiesparlampen sind zwar teurer, sie halten aber auch 10x länger!

Eine Grafik zum Vergleich zwischen Glühlampen und Energiesparlampen findet sich unter → magazine.web.de:



WAS WIRD SEIN, WENN …?


Die Bilder dieses Artikels werden aus Urheberrechtsgründen hier nicht veröffentlicht. (Ra)

Unsere Umwelt befindet sich in einem empfindlichen Gleichgewicht, welches schon seit einiger Zeit durch den ziemlich großzügigen Umgang mit Energie stark gestört wird. Ist es wirklich nötig die 2 Kilometer zur Schule mit dem Auto zu fahren? Wie wär’s denn mal mit dem Fahrrad?
Muss das Licht wirklich brennen, wenn du nicht im Raum bist? Muss der Computer in deinem Zimmer weiterhin laufen, während du vielleicht im Wohnzimmer vor dem Fernseher sitzt? Wie viel Wärme geht verloren, wenn die Heizung läuft und das Fenster gleichzeitig geöffnet ist?
BEI ALLEDEM LÄSST SICH EINE MENGE GELD SPAREN!!!

Nicht dein Geld? Das ist wahr, in der Schule bezahlen andere, zuhause wahrscheinlich deine Eltern. ABER irgendwann musst du bezahlen!!!
Sei es in einer eigenen Wohnung (dann sollte man das Energiesparen möglichst jetzt schon lernen) oder aber durch die Natur, denn sie rächt sich bestimmt.

Schon jetzt regt sich vieles gegen die CO2-Belastung und ihre wohl bekannteste Folge – den Treibhauseffekt:

Ein Tsunami rast am 26. Dezember 2004 auf die Küsten zahlreicher Länder zu – Indien, Indonesien, Thailand, Birma und viele andere sind betroffen, Tausende von Leben ausgelöscht, Familien durch den Tod zerrissen.

Busch- und Waldbrände in Australien, Griechenland, Kalifornien, … Tornados, in den Vereinigten Staaten keine Seltenheit.

All dies betrifft dich nicht? Geschieht am anderen Ende der Welt?

Spätestens seit Tornados auch in Deutschland Einzug gehalten haben, sollte man sich Gedanken machen, ob man wirklich soweit entfernt ist von den Naturkatastrophen, die kein Erbarmen kennen. Warum Tornados in Deutschland? – Klimawandel!!!

Ein weiteres Beispiel – die Jahrhundertflut in Deutschland im Jahr 2002. Sicher sehr vergnüglich diese eigene Stadt in ein zweites Venedig verwandelt zu sehen. Oder auch nicht!

Dabei sollte man die Verbreitung von teilweise noch unbekannten Infektionskrankheiten, welche beispielsweise durch Parasiten (wie Mücken oder Zecken) übertragen werden nicht außer Acht lassen. Denn selbst wenn sich Katastrophen meist auf ein mehr oder weniger überschaubares Gebiet begrenzen lassen, so halten sich Infektionskrankheiten nicht notwendigerweise an diesen Grenzen.

Bisher sind Ereignisse, wie die oben erwähnten, vereinzelt aufgetreten, doch es wird vermutlich schlimmer werden, weitere Katastrophen …

Mehrere Tornados, die gleichzeitig eine Stadt in Schutt und Asche legen?

New York komplett überflutet? Schiffe, welche sich durch die Straßen der Stadt schieben?
Nur ein Film?
Oder doch eher ein Alptraum, der durchaus zur Wirklichkeit zu werden droht?

Bisher sind sich die Forscher noch nicht sicher über die genauen Folgen dieses Klimawandels. Wüste in Italien und Karibikwetter hier bei uns in Schleswig-Holstein? Oder eine neue Eiszeit, wenn der Golfstrom als Folge der Aussüßung wegen dem Wegschmelzen der Polkappen versiegt?
Auch wenn häufig Kritik am norddeutschen Wetter geübt wird, diese Extrema sind keine wirkliche Alternative!!!
LUST AUF EINE NEUE EISZEIT?

Nein? Dann tu etwas dagegen! Leiste deinen Beitrag! Es ist wichtig oder bist du bereit eine freundliche Zukunft für Faulheit und Unachtsamkeit zu riskieren?

Autorenteam: Projektkurs Umwelt 2007/08, 13. Jahrgang, 15.7.2007