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Vive la Provence!
Unsere Studienfahrt vom 9. Mai bis zum 16. Mai 2009 nach Frankreich in die Provence
Schon lange im Voraus, nämlich bereits im Januar, fingen die Vorbereitungen auf unsere Studienfahrt an. Die gesamte Studienfahrtgruppe und Frau Steil-Ströhmann sowie Herr Eifler, die uns als Lehrkräfte begleiteten, trafen sich an mehreren Nachmittagen in der Schule, um sich vielseitig mit unserem Ziel „Provence“ auseinanderzusetzen. In verschiedenen Kleingruppen erarbeiteten wir Vorträge zu Themen wie „Die Geschichte der Provence“, „Die Topographie“, „Römische und mittelalterliche Baudenkmäler“, „Sitten und Brauchtum der Provence“, „Maler in der Provence“ oder „Die Camargue“.
Dann endlich war es soweit! Samstagabends ging es für uns mit dem Bus los Richtung Frankreich. Unser Ziel: Beaucaire, ein kleines Örtchen an der Rhône zwischen Avignon und Arles.
Nach einer viel zu lang erscheinenden Busfahrt kamen wir dann schließlich erschöpft zu unserem Zwischenstopp in Orange an. Dort erwartete uns ein pompöses antikes Theater, das wir mithilfe von Audio Guides erforschten. So manch einer verfluchte in diesem Moment die lange Busfahrt, zu der es aus Kostengründen keine andere Möglichkeit gab. Einen entscheidenen Vorteil aber gab es doch: Der Bus begleitete uns die ganze Studienfahrt, so dass wir ganz auf andere öffentliche Verkehrsmittel verzichten konnten.
In Beaucaire lebten wir in Bungalows mit Pool, den Frau Steil-Ströhmann nach Ankunft gleich ausprobieren musste. Die Anlage gab nicht ganz das her, was sie uns versprochen hatte. Doch recht schnell freundeten wir uns mit den dort lebenden Skorpionen an und lebten uns ein. Wir mussten uns als Gruppe selber versorgen, so dass wir nicht an Essenszeiten gebunden waren. Jeden Morgen frühstückten wir gemeinsam ganz französisch mit frischem Baguette.
In den Tagen dort lernten wir viele Orte, Baudenkmäler und provenzialische Besonderheiten kennen, über die wir schon Hintergrundswissen aus den Vorträgen in der Schule erlangt hatten. Hier ein kleiner Ausschnitt aus unseren kulturellen Highlights:
So machten wir einen Tagesausflug nach Nîmes, wo wir unter anderem ein antikes Amphitheater besichtigten. Im Maison Carrée tauchten wir dort mithilfe einer 3D-Simulation in die antike Welt ein. Selbstverständlich kam auch ein Ausflug zum Wahrzeichen der Provence, dem Pont du Gard, einem alten römischen Aquädukt, nicht zu kurz.
Auf den Ruinen in „Les Baux-de-Provence“ bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf die Landschaft und Vegetation dieser Gegend. Die kleinen Gassen mit Läden luden uns zum Bummeln ein, so dass wir dort das ein oder andere nette provenzialische Souvenir für Familie und Freunde daheim ergattern konnten.
Bereits ein zweites Mal Bekanntschaft mit einem Amphitheater und einem antiken Theater konnten wir bei unserem Besuch von Arles schließen. Auch die Besichtigung einer römischen Begräbnisstätte gehörte zum Programm. Es ist gar erstaunlich, wie viele Spuren die Römer in dieser Gegend hinterlassen haben!
Im Nationalpark der Camargue beeindruckten uns Flamingos sowie freilebende Pferde. Eine alte Wallfahrtskirche bestiegen wir in Saintes-Maries-de-la-Mer.
Das i-Tüpfelchen unserer Reise war der gemeinsame Ausflug am letzten Tag nach Avignon, wo wir den Papstpalast und den Pont d’Avignon, der, wie wir erfuhren, eigentlich Pont Saint-Bénézet heißt, besichtigten.
Insgesamt lässt sich unsere Studienfahrt als eine sehr kulturreiche Woche beschreiben, in der wir viele neue und meist sehr interessante Eindrücke bekommen konnten. Uns allen wird sie noch lange in Erinnerung bleiben:
Kultur, Kultur, Kultur!
Caroline Bouché, 13.Jhg., 18.1.2010
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